Begriffe
rund ums Fenster
Wichtige Abkürzungen kurz erklärt:
Beim Thema Fenster begegnen Ihnen zahlreiche Fachbegriffe und Abkürzungen – doch was bedeuten sie genau? Hier finden Sie eine kompakte Übersicht der wichtigsten Begriffe rund ums Fenster, verständlich erklärt. So behalten Sie den Durchblick und treffen fundierte Entscheidungen für Ihr Bau- oder Sanierungsprojekt.
U-Wert
Er ist das Maß für die Wärmedämmung von Fenstern. Der Uw-Wert gibt an, wie viel Wärme durch ein Fensterelement verloren geht. Er setzt sich aus den Wärmedurchgangskoeffizienten von Verglasung (Ug), Rahmen (Uf) und Abstandshaltern zusammen und wird in Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/m²K) angegeben. Je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung und desto geringer der Wärmeverlust.
U-Werte im Überblick:
- Passivhaus-Standard: ≤ 0,80 W/m²K
- Aktuelle Anforderungen nach GEG 2023 (ehemals EnEV): ≤ 1,3 W/m²K
Uw-Wert eines Fensters:
Der Gesamt-U-Wert (Uw) eines Fensters wird üblicherweise an einer Standardgröße von 1,23 m x 1,48 m berechnet.
- Größere Fenster erzielen bessere Werte, da Glas eine bessere Dämmwirkung als der Rahmen besitzt.
- Kleinere Fenster haben schlechtere Uw-Werte, da der Rahmenanteil größer ist.
Für Neubauten und Sanierungen muss der Uw-Wert den aktuellen Gebäudeenergiegesetz (GEG)-Vorgaben entsprechen. Energetisch optimierte Fenster mit einem Uw-Wert von 0,8 W/m²K oder besser gelten als passivhaustauglich und bieten maximale Energieeinsparung.
IV-System
Das IV-System steht für Isolierverglasungssysteme, bei denen die Systemzahl die ungefähre Holzstärke des Fensterrahmens angibt. Diese wird je nach gewünschtem Uw-Wärmedämmwert, der Ug-Verglasung sowie der damit verbundenen Glasdicke und dem Glasgewicht gewählt.
Wir fertigen unsere hochwertigen Holzfenster in den Systemen IV68, IV78, IV88 und IV92. Dank dieser Vielfalt können Sie Ihre Fenster und Verglasungen individuell planen und hohe Wärmedämmwerte erreichen.
g-Wert
Er ist das Maß für solare Energiegewinne durch Verglasung. Der g-Wert gibt an, wie viel Sonnenenergie durch eine Verglasung in den Innenraum gelangt. Er setzt sich aus zwei Faktoren zusammen:
- Direkte Transmission – die Sonnenstrahlung, die ungehindert durch das Glas dringt.
- Sekundäre Wärmeabgabe – die Energie, die das Glas aufnimmt und nach innen weiterleitet.
Der g-Wert wird in Prozent angegeben und beschreibt den Gesamtenergiedurchlassgrad einer Verglasung.
Optimale g-Werte je nach Verglasungstyp:
- Sonnenschutzverglasung: 0,16 – 0,40
- Wärmeschutzverglasung: 0,50 – 0,65
Einfluss auf Energieeffizienz:
- Hoher g-Wert → Mehr Sonnenenergie gelangt ins Gebäude → Reduzierte Heizkosten im Winter
- Niedriger g-Wert → Weniger Wärmeeintrag → Reduzierte Überhitzung im Sommer
Fenster mit Dreifach-Wärmeschutzverglasung können den Wärmeverlust im Vergleich zu Einfachverglasung um bis zu 85 % reduzieren, während Zweifach-Isolierverglasung den Wärmeverlust bereits um 50 % senkt.
TL-Wert
Der TL-Wert (Lichttransmissionsgrad) beschreibt, wie viel sichtbares Licht durch eine Verglasung in den Innenraum gelangt. Er wird in Prozent angegeben und bezieht sich auf den Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichts (380 nm – 780 nm). Die Messung erfolgt nach DIN EN 410 und berücksichtigt die Hellempfindlichkeit des menschlichen Auges.
Bedeutung des TL-Werts für Fenster:
- Hoher TL-Wert → Mehr Tageslicht gelangt ins Gebäude → Räume wirken heller und natürlicher beleuchtet
- Niedriger TL-Wert → Reduzierte Lichtdurchlässigkeit → Sinnvoll bei starkem Sonnenschutzglas
Einfluss von Verglasungstypen:
- Klarglas besitzt einen hohen TL-Wert und sorgt für maximale Tageslichtnutzung.
- Sonnenschutzglas reduziert die Lichtdurchlässigkeit gezielt, um Blendung und Überhitzung zu vermeiden.
Die optimale Lichttransmission hängt vom gewünschten Raumklima und dem individuellen Lichtbedarf ab – für ein angenehmes Wohnerlebnis mit der richtigen Balance zwischen Helligkeit und Schutz.
Warme Kante
Der Begriff „warme Kante“ bezeichnet Abstandhalter in Mehrscheiben-Isolierglas, die aus Materialien mit geringer Wärmeleitfähigkeit bestehen. Dadurch wird der Wärmeverlust am Glasrand reduziert und die Bildung von Kondenswasser minimiert.
Vorteile der warmen Kante:
- Bessere Wärmedämmung – reduziert Wärmebrücken am Glasrand
- Weniger Kondensatbildung – verringert das Risiko von Feuchtigkeit und Schimmelbildung
- Höhere Energieeffizienz – unterstützt ein behagliches Wohnklima und spart Heizkosten
Neben dem Isolierglasrand wird der Begriff „warme Kante“ auch allgemein für eine verbesserte Wärmedämmung im Bereich des Glaseinstandes bei Fenstern und Türen verwendet. Moderne Abstandhalter aus Kunststoff oder Edelstahl ersetzen hier herkömmliche Aluminium-Abstandhalter und sorgen so für eine optimierte Energieeffizienz des gesamten Fenstersystems.
Noch mehr Erklärungen und eine ausführliche Beratung gibt es im persönlichen Gespräch mit uns.