Tipps
rund ums Lüften
Richtiges Lüften ist die Basis für ein gesundes Raumklima
Moderne Fenster und Türen sind besonders dicht und verhindern unkontrollierten Luftaustausch. Dadurch wird zwar der Wärmeverlust minimiert, aber auch eine natürliche Luftzirkulation unterbunden. Ohne regelmäßiges Lüften kann dies zu Feuchteschäden und Schimmelbildung führen. Da Gebäudehüllen aufgrund energetischer Anforderungen immer dichter ausgeführt werden, gewinnt eine bewusste und kontrollierte Lüftung zunehmend an Bedeutung.
Wie lüfte ich richtig?
- Morgens gründlich lüften: Öffnen Sie alle Räume für 5 bis 10 Minuten weit, insbesondere Schlafzimmer, Bad und Küche.
- Mehrmals täglich lüften: Je nach Feuchtigkeitsanfall ist eine zusätzliche Lüftung im Tagesverlauf sinnvoll.
- Stoßlüftung statt Kippstellung: Öffnen Sie die Fenster komplett, um einen schnellen und effektiven Luftaustausch zu gewährleisten.
- Querlüftung nutzen: Öffnen Sie gegenüberliegende Fenster gleichzeitig, um frische Luft optimal durch die Räume strömen zu lassen.
- Heizung während des Lüftens abstellen: So geht keine unnötige Wärme verloren.
- Raumtemperatur konstant halten: Lassen Sie die Temperatur nicht unter 15 °C sinken, um Feuchtigkeit und Schimmelbildung zu vermeiden.
Tipp: Eine ausreichende Lüftung erkennt man daran, dass bei geöffnetem Fenster eine kondensierte außenseitige Glasfläche abtrocknet.
Lüftungskonzept nach DIN 1946-6
Bei Neubauten und größeren Sanierungen ist ein Lüftungskonzept vorgeschrieben – etwa, wenn mehr als ein Drittel der Fenster oder die Dachfläche erneuert wird. Ein Fachplaner erstellt das Konzept, um Schadstoffanreicherungen und Feuchteschäden zu vermeiden. Gerne vermitteln wir Ihnen passende Kontakte.
Warum beschlagen meine Fensterscheiben von außen?
Besonders im Herbst erleben viele Hausbesitzer mit neuen Fenstern ein überraschendes Phänomen: Die Fensterscheiben beschlagen von außen!
- Warum passiert das?
An nebligen oder feuchten Tagen ist die Luftfeuchtigkeit besonders hoch. Sie schlägt sich bevorzugt auf der kältesten Oberfläche nieder – in diesem Fall auf der Außenseite der Fensterscheibe. - Hier zeigt sich dann die hohe Dämmwirkung moderner Wärmeschutzverglasungen:
- Die Außenseite der Scheibe bleibt kühl, da kaum Wärme von innen nach außen gelangt.
- Die Innenseite hat nahezu Raumtemperatur und hält die Wärme im Raum.
Dieses Phänomen ist kein Mangel, sondern ein Qualitätsmerkmal moderner Fenster. Es beweist, dass die Wärmeschutzverglasung ihren Namen verdient – denn sie verhindert effektiv den Wärmeverlust nach außen.
Lüften während der Bauphase
Um Tauwasserbildung und Feuchteschäden zu verhindern, ist während der Bauphase mehrmals tägliches Stoßlüften unerlässlich – auch an Wochenenden und in Urlaubszeiten!
- Stoßlüftung bevorzugen: Falls möglich, Fenster vollständig öffnen, um die feuchte Luft schnell auszutauschen.
- Alternative bei unzugänglichen Räumen: Wenn frischer Estrich nicht betreten werden darf, Fenster in Kippstellung bringen und raumseitig luftdicht abkleben. Die Luftfeuchtigkeit sollte mit Kondensationstrocknern gezielt nach außen abgeführt werden.
Wichtig beim Abkleben neuer Fenster:
Verwenden Sie ausschließlich rückstandsfreie Klebebänder, die die Lackschichten – insbesondere bei Holzfenstern – nicht beschädigen. Im Zweifel beraten wir Sie gerne!
Noch mehr Tipps und eine ausführliche Beratung gibt es im persönlichen Gespräch mit uns.